Projektbeschreibung

Sonic Interaction Solutions for Medical Purposes (SoMEDiX)

Moderne akustische Assistenzsysteme für eine ruhigere, sicherere klinische Umgebung

In Intensivstationen, Operationssälen und vielen anderen medizinischen Bereichen ist die akustische Belastung seit Jahren ein bekanntes Problem: Es piept und alarmiert ständig – oft laut, oft unangenehm und häufig ohne, dass das Personal direkt darauf reagieren muss. Das belastet zum einen die Patient:innen, weil Lärm nachweislich den Genesungsprozess beeinträchtigen kann. Gleichzeitig erschwert es aber dem medizinischen Personal auch die Arbeit: Dauer- und Fehlalarme erhöhen den Stress, erschöpfen die Aufmerksamkeit und erschweren es, die wirklich wichtigen Signale zuverlässig wahrzunehmen.

Das Problem liegt dabei nicht nur in der Menge der Geräusche, sondern auch ihrem Zusammenspiel: Wichtige Vital- und Geräteinformationen sind über zahlreiche Einzelgeräte verteilt. Jedes Gerät bringt sein eigenes akustisches Signal mit – oft schlecht unterscheidbar, schwer zu lokalisieren und mit geringem Informationsgehalt. Viele dieser Klänge wirken aggressiv oder dauerhaft alarmierend, selbst wenn es sich gar nicht um kritische Situationen handelt. Das medizinische Personal benötigt eine lange Zeit, um zu lernen, welches Gerät welches Geräusch macht und wie unmittelbar sie darauf reagieren müssen.

Unsere Idee setzt genau hier an: Ziel ist die Entwicklung eines einheitlichen, zeitgemäß gestalteten auditiven Informations- und Alarmsystem. Dieses soll:

  • die Lärmbelastung deutlich reduzieren,
  • eine klare Unterscheidbarkeit zwischen Alarmen und anderen Signalen schaffen,
  • relevante Informationen verständlich und intuitiv vermitteln,
  • und gleichzeitig die akustische Qualität und Annehmlichkeit der Signale verbessern.

Als Vorbereitung führen wir gemeinsam mit dem Sound Innovation Lab eine Machbarkeitsstudie durch, die vom IGP (IGP03-0171) gefördert wird. Wir erheben die Anforderungen von potentiellen Nutzenden und Stakeholdern an ein solches System. Dabei wird der IST-Stand an Geräten und Klängen sowie der Beanspruchung des medizinischen Personals ermittelt. Ihr Wünsche an das System werden ebenfalls strukturiert gesammelt. Darauf aufbauend wird ein erstes ein- und ganzheitliches, nutzungsfreundliches, intelligentes und intuitives Klangkonzept entwickelt, das die erhobenen Anforderungen beinhaltet und Signale unterschiedlicher Medizingeräte harmonisiert. Es soll sich durch eine verbesserte Unterscheid- und Lokalisierbarkeit von Alarmen und Signalen auszeichnen und dadurch die Lärmbelastung und Alarmmüdigkeit im Krankenhaus reduzieren, die Patient:innensicherheit erhöhen und auch den Genesungsprozess unterstützen. Es soll als systemübergreifendes Element die Qualität der medizinischen Versorgung nachhaltig verbessern. Es kann dabei sowohl als anschlussfähige Hardware-Erweiterung mit integrierten Lautsprechern, als Software-Modul sowie als lizenzierte Sammlung von optimierten Geräte-Klängen genutzt werden.

Das Konsortium

  • Firmenlogo von Sound Innovation Lab

Ansprechpartnerin

Portraitfoto von Sandra Böhm

M.Sc.

Sandra Böhm

boehm@human-factors.de

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