Projektbeschreibung

ToCaro: Miteinander erleben – Emotionen teilen

Dank Telefon, Instant Messaging und Videocalls ist es heutzutage sehr leicht für die Menschen, jederzeit auch über größere räumliche Distanz miteinander zu kommunizieren. Nicht zuletzt während der Corona-Pandemie hatte sich jedoch gezeigt, dass diese klassischen Fernkommunikationswege zwar gut geeignet sind, anlassbezogene und pragmatische Kommunikation wie etwa Gespräche im Arbeitskontext oder Absprachen mit Familienmitgliedern oder Freunden durchzuführen, allerdings nur eingeschränkt den persönlichen Kontakt und Umgang mit den Liebsten ersetzen kann. Ein wichtiger Grund hierfür ist der Umstand, dass das Gefühl von sozialer Nähe zu engen Beziehungspersonen auch durch non-verbale Kommunikation wie etwa Berührungen geschaffen wird, sowie durch die gegenseitige Präsenz auch in solchen Momenten, in denen man nicht „etwas zu besprechen“ hat, sondern einfach die Anwesenheit der jeweils anderen Person genießt.

Im Rahmen der Bekanntmachung des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR, früher BMBF) „Nähe über Distanz – Mit interaktiven Technologien zwischenmenschliche Verbundenheit ermöglichen“ hat sich das Projekt ToCaro das Ziel gesetzt, die sogenannten ToCaros zu entwickeln, mit denen zwei räumlich getrennte Menschen non-verbal miteinander kommunizieren können. Die ToCaros können sich verformen und so haptische Berührungen übertragen und auch Wärme und Licht an die mit ihnen gepaarten ToCaros auf der anderen Seite übermitteln, und haben drei Einsatzziele:

  • die einfache und schnelle Übermittlung von „Ich denke an dich“-Nachrichten,
  • die Anreicherung von klassischer Fernkommunikation durch non-verbale Kommunikation, wenn die Tocaros während eines Telefonats oder eines Videocalls gehalten und genutzt werden, sowie
  • das Teilen von „stillen Momenten“, also die Vermittlung von Präsenz und dem Gefühl von Nähe auch in Situationen, in denen nicht aktiv miteinander interagiert wird

HFC übernimmt im Projekt ToCaro nicht nur die Verbundkoordination und begleitet die partizipative Entwicklung der ToCaros in allen Phasen aus menschzentrierter, psychologisch fundierter Perspektive, sondern zeichnet auch für die iterativen Nutzungstests sowie die abschließende Felduntersuchung verantwortlich, in der die voll funktionsfähigen ToCaro-Prototypen über Wochen hinweg von echten Nutzer:innen genutzt und getestet werden.

Das Projekt läuft im Zeitraum von April 2024 bis April 2026, und wird gemeinsam mit unseren Partnern vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI, dem Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssysteme FAPS der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der C&S Computer und Software GmbH durchgeführt.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie im Projektsteckbrief des BMFTR.

Das Konsortium

  • Firmenlogo von Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI
  • Firmenlogo von Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssysteme FAPS
  • Firmenlogo von C&S Computer und Software GmbH

Ansprechpartner

Portraitfoto von Hanns-Peter Horn

Dipl.-Psych.

Hanns-Peter Horn

horn@human-factors.de

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